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Zwei wichtige Artikel über
die Andacht der jeweils ersten Samstage an fünf aufeinanderfolgenden Monaten.
Übersetzung aus dem Portugiesischen

Voz da Fátima, Ano XVIII Fátima, 13 de Outubra de 1939, N.o 205, S. 1.

Stimme Fatimas, Jahr 18, Fatima 13. Oktober 1939, Nr. 205, S. 1.

Übersetzung aus dem Portugiesischen:

P. Donat Kestel OFM

Der Originaltext in der portugiesischen Sprache und das Photo – bitte klicken!

Inhaltsverzeichnis – zwei Artikel von der Stimme Fatimas – die deutsche Übersetzung:

  1. Ohne Autors, Sühne, Abbitte an das Unbefleckte Herz Mariens. Andacht der jeweils ersten Samstage an fünf aufeinanderfolgenden Monaten – die ursprüngliche Form die Andacht, die durch den Bischof von Leiria bestätigt wurde.
  2. Visconde de Montelo, Wallfahrt am 13. September – der Prälat von Leiria propagierte offiziell die Andacht der fünf ersten Samstage.

1. Ohne Autors, Sühne, Abbitte an das Unbefleckte Herz Mariens. Andacht der jeweils ersten Samstage an fünf aufeinanderfolgenden Monaten
Voz da Fátima, Ano XVIII, Fátima, 13 de Outubra de 1939 N.o 205, S. 1.
(Stimme Fatimas, 13. Oktober 1939)

Beleidigungen gegenüber den eigenen Kindern schmerzen gute Mütter mehr, als wenn ihnen selbst beigefügt würden. Das gleiche gilt gegenüber dem liebenswürdigsten Herzen der Unbefleckten Gottesmutter Maria.

Mutter Jesu: Die Beleidigungen, die ihrem göttlichen Sohn beigefügt werden treffen zutiefst auch ihr Herz. Nahe am Kreuz, auf dem Kalvarienberg, stand sie, die Mutter der Schmerzen.

Unsere Mutter: In seinem Todesleiden war sie mit Jesus verbunden. So wurden all die Gehässigkeiten, die Brutalitäten, die Menschen den anderen Menschen zufügen, in Wahrheiten auch zu Beleidigungen, die der Himmelsmutter selbst zugefügt werden. Dass das Herz der heiligsten Jungfrau zutiefst betrübt wurde, spiegelt sich in den Worten wider, die sie der Schwester Lucia de Jesus sagte:

Meine Tochter, sieh mein von Dornen umgebenes Herz, die mir von den undankbaren Menschen ununterbrochen mit all ihren Blasphemien und Undankbarkeiten zufügt werden. Wenigsten Du versuche mich zu trösten und verkündige: ich verspreche allen, dass ich ihnen in der Stunde ihres Todes rettend beistehen werde, mit allen notwendigen Gnaden, wenn sie am ersten Samstag, an fünf aufeinanderfolgenden Monaten, zur Beichte gehen, die heilige Kommunion empfangen, den Rosenkranz beten, mir während fünfzehn Minuten Gesellschaft leisten, indem sie die Geheimnisse des Rosenkranzes meditieren, mir auf diese Weise Abbitte leisten.

So entwickelte sich die Andacht der fünf ersten Samstage.

Worin besteht sie?

Beichte, Kommunionempfang, Meditation der Rosenkranzgeheimnisse während einer Viertel Stunde.

Anmerkungen

Gründe dieser Andacht

Der Ursprung dieser Andacht liegt in den Erscheinungen in Fatima im Jahr 1917. Das Herz Mariens war zutiefst, dass so viele Seelen verloren gingen. Deshalb begab sie sich zur Cova da Iria, um vom Himmel her mit den kleinen Hirtenkindern zu reden.

Sie sei erschienen, sagten die Kinder, unvergleichlich schön, aber mit einem traurigen Lächeln, wie bei einer tieftraurigen Mutter. Sie gab Hinweise, dass Ereignisse geschehen würden, die nicht nur Portugal, sondern auch die ganze Welt beträfen.

Ihr geliebter Sohn würde traurigerweise auch weiterhin zu tiefst beleidigt. Böswillige Menschen würden ihn mit ihren Blasphemien verunglimpfen. Mit Sünden, die nicht zu beschreiben sind, würden sie den guten Herrn beleidigen.
Ganz offiziell würden sich ganze Nationen von Gott abwenden. Die Folge sei, dass erneut ein Krieg entfacht werde, der direkt oder indirekt alle Völker in Mitleidenschaft ziehen würde. Er droht die ganze Welt in ein Meer an Hass und Blut zu ersticken!

Wie betrübt und betroffen wurde davon das Herz Mariens, der Muttergottes und unserer eigenen Mutter.

Versuchen wir Abbitte zu leisten, indem wir bewußt die Gebote Gottes halten, der heiligen Kirche Folge leisten, beten und häufig die hl. Sakramente empfangen.

Es ist so wenig, um was uns Unsere Liebe Frau bittet.

Wer wollte nicht auf sie hören?

Gelobt und gepriesen sei das Unbefleckte Herz Mariens!


2. Visconde de Montelo, Wallfahrt am 13. September,
Voz da Fátima, Ano XVIII, Fátima, 13 de Outubra de 1939 N.o 205, S. 1.
(Stimme Fatimas, 13. Oktober 1939)

Wie das so oft geschieht, die Wallfahrt im September des laufenden Jahres war charakteristischerweise dadurch gezeichnet, dass weniger Gläubige anwesend waren.

Diese Tatsache lässt sich sicherlich größtenteils darauf zurückführen, dass diese Wallfahrt zwischen zwei weiteren anberaumt wurde, die ebenfalls sehr bedeutend waren: die Diözesanwallfahrt von Leiria im August und die nationale Wallfahrt im Oktober.

Dennoch, die Autos und die Omnibusse, die in der Nähe der Cova da Iria parkten, durch die aus den unterschiedlichsten Teilen des Landes Hunderte zum Heiligtum von Fatima gebraucht wurden, waren zahlreich.

***

Die Lichterprozession am späten Nachmittag vollzog sich in Andacht und in bester Ordnung, aber unter geringerer Beteiligung wie sonst üblich. Dennoch waren es Tausende, die mit ihren Kerzen den Erscheinungsort erhellten. Einen Widerschein konnte man in den Wolken erkennen, der Himmel glühte rot gefärbt auf.

Während der ergreifenden Zeremonie der Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes, das feierlich am Außenaltar des Basilika ausgesetzt war, wurde der Schmerzhafte Rosenkranz gebetet. Der Geistliche Dr. Galamba de Oliveira hielt zwischen den Gesätzen des Rosenkranzes jeweils eine Meditation zum entsprechenden Geheimnis.

Ihre speziell-private Stunde der Anbetung hielten die Pilger aus Sintra und aus Sobral da Lagoa, von 2 Uhr bis 3 Uhr. Es beteten die Mitglieder der marianischen Kongregation (Filhas de Maria) aus Sandim, Porto; jene aus S. Martinho de Covilhã beteten von 3:00 bis 4:00 Uhr. Ihre Anbetungsstunde hielten jene aus Serra de Tomar und Vila Frescaínha (Barcelos) in den Morgenstunden von 5:00 bis 6:00 Uhr.

Die Feier der hl. Messe mit allgemeiner Kommunion-Austeilung um 6:00 Uhr zelebrierte der Hw. Dr. António Antunes Borges. Er war ehemals der stellvertretende Leiter des Portugiesischen Kollegs in Rom. Zurzeit ist er Professor im Seminar von Leiria.

Eine eigene Messe feierten anschließend um 8:00 Uhr und um 11:30 die Pilgergruppen aus Serra de Tomar (Tomar Gebirge), aus Sintra, Sandim, Sankt Martin von Convilhã, Vizela und Sobral da Lagoa (Vizela am See).

Insgesamt bezifferte sich die Kommunion-Austeilung auf 5000 Teilnehmer.

***

Nach der ersten Prozession mit der verehrungswürdigen Statue Unserer Lieben Frau von Fatima feierte die heilige Messe für die Kranken der Hw. H. Prälat Dr. Manuel Nunes Formigão, Rektor des Seminars in Bragança. Auf der Seite des Evangeliums assistierten beim Heiligen Messopfer die Eminenzen, der Erzbischof von Évora und der Bischof von Leiria. Die Gesangsschola des Seminars von Leiria ließ einige geeignete Gesangsstücke erschallen, begleitet wurden sie von einem Harmonium.

Nach dem Evangelium stieg der Prälat von Leiria auf die Kanzel und propagierte offiziell die Andacht der fünf ersten Samstage, so wie die heiligste Jungfrau der Schwester Maria Lucia von Jesus, als sie im Institut der hl. Dorothea während ihres Noviziates, weilte, sie empfohlen hatte.

Den besonderen Krankensegen und den Segen zum Abschluß spendete der Hw. H. Erzbischof von Évora. Nachdem sich auch die zweite Prozession aufgelöst hatte, verabschiedete man sich an der Kapelle der Erscheinungen.

Anteil genommen hatten auch die Blinden des Asyls Unserer Lieben Frau von der Gesundheit (Asilo de Nossa Senhora da Saude) aus Lissabon. Begleitet wurden sie mit der notwendigen Anteilnahme und Hilfestellung dank des Coronels Antônio Manuel de Carvalho, Chef des Reservebataillons nr. 11, mit Sitz in Setubal.

Auch 50 Schülerinnen des „Asilo-Créhe“ Unserer Liebe Frau der Unschuldigen Kinder aus Santarem hatten teilgenommen: eine Caritas-Institution, gegründet von der ehrw. Frau Dona Luisa Santa Maria aus Andaluz.

Zum ersten Mal besuchte der Hw. H. Elias Palomino, Pfarrer von Atzapotzalco (Mexiko), das Heiligtum Unserer Liebe Frau von Fatima. Während der letzten Monate war er durch Europa gereist, um seine Studien zu bereichern. Kürze wollte er in sein Heimatland zurückkehren.